Tagespflege Amor GmbH 

1. Beschreibung der Tagespflege im Haus Alexandra                                           

 

1.1 Die Historie

 

Die Tagespflege Amor Care wird voraussichtlich am 01.03.2026 eröffnet. Träger der Einrichtung ist eine Unternehmergesellschaft.

 

1.2. Der Versorgungsvertrag

 

Die Tagespflege wird als teilstationäre Einrichtung geführt. Sie hat eine Leistungs- und Vergütungsvereinbarung mit den Pflegekassen.

 

1.3. Lage und Erreichbarkeit der Einrichtung

 

Die Tagespflege befindet sich im Erdgeschoss des Hauses Alexandra. Haus Alexandra umfasst die Tagespflege, zwei Demenzwohngemeinschaften, einen Pflegedienst sowie seniorengerechte Wohnungen und liegt in einem Wohngebiet in Alt-Oberhausen. Die Einrichtung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. 

 

1.4. Plätze, Öffnungszeiten und Einzugsgebiet

 

In der Tagespflege können auf insgesamt 411 m² bis zu 20 Senioren betreut werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag  Es werden Gäste aus dem gesamten Stadtgebiet von Oberhausen aufgenommen.

 

1.5. Der Fahrdienst

 

Die Tagespflege verfügt über einen internen Fahrdienst, mit behindertengerechten Fahrzeugen ausgestattet.

 

1.6. Räumliche Ausstattung und Gestaltung

 

Der Eingangsbereich der Tagespflege ist ebenerdig.

Im Eingangsbereich findet man die Garderobe mit Stellplätzen für Rollatoren, auch die Nutzung von Schließfächern für den Tag ist hier möglich.

In der Einrichtung wird auf großzügige, helle und übersichtliche Räume geachtet. Durch eine ansprechende und wohnliche Einrichtung entsteht eine angenehme Atmosphäre. Barrierefreie, große Laufflächen, besonders für Gäste mit hohem Bewegungsdrang, bieten freie, uneingeschränkte Bewegung innerhalb und außerhalb der gesamten Einrichtung.

Bei der Auswahl des Mobiliars wird besonders auf altersgerechte Ausstattung geachtet.

Den Gästen steht ein großes Wohn- und Gruppenraum zur Verfügung. Das Esszimmer ist wohnlich und einladend gestaltet, warme Farben, bequeme stabile Stühle mit Armlehnen und liebevoll eingedeckte Tische. Tische sind so gewählt, dass Rollstuhlfahrer bequem darunter fahren können und auch Gäste mit Bewegungseinschränkungen bequem sitzen können. Die Küche in der Tagespflege spielt eine große Rolle, da sie nicht nur der Zubereitung der Mahlzeiten dient, sondern auch ein Ort für soziale Interaktion, Aktivierung und individuelle Förderung sein kann.  Zwei Ruheräume sind mit den elektrisch verstellbaren Relaxsesseln und einer Not-Rufanlage ausgestattet.

Zur Beschäftigung und Betreuung von kleineren Gruppen stehen zwei Kreativräume und ein Multifunktionsraum zur Verfügung, diesen kann man auch als Therapieraum benutzen. Alle Sanitärräume, und zwar zwei Toiletten inkl. Pflegeduschen und zwei Gäste-WC`s sind behindertengerecht und mit einer Not- Rufanlage ausgerüstet. Pflegerische Hilfsmittel, Aufstehhilfen auf den entsprechenden WCs können genutzt werden. 

 

Zwei voneinander unabhängige Rettungswege/Notausgänge führen ebenerdig direkt ins Freie.

 

Die Tagespflege verfügt über einen großzügigen Außenbereich mit Sonnenschutz durch einen Pavillion und Markise, wo vielfältige Außenaktivitäten angeboten werden. Alle Fenster in der Einrichtung sind mit elektrisch bedingten Rolläden ausgestattet. Die Außenanlage ist durch einen Zaun geschützt.

 

Für das gesamte Tagespflegeteam steht ein Leitungsbüro, ein Besprechungs- und Pausenraum und ein Sanitärbereich zur Verfügung. 

Internet mit WLAN steht allen im Haus frei zur Verfügung und kann ohne zeitliche Einschränkung genutzt werden.

 

1.7. Die personelle Ausstattung

 

Die personelle Ausstattung richtet sich nach den Vorgaben des SGB XI.

In der Tagespflege wird examinierte Pflegefachpersonal, Pflegehilfskräfte und Betreuungskräfte beschäftigt, Mitarbeiter für die Hauswirtschaft, Mitarbeiter im Fahrdienst und eine Reinigungskraft.

Die verantwortliche Pflegefachkraft verfügt über die geforderte Qualifikation nach § 71 SGB XI. Beide Pflegefachkräfte vertreten sich in Abwesenheit.  Praktikanteneinsätze sind möglich.

Die Besetzung der benötigten Stellen erfolgt durch Vollzeit- und Teilzeitstellen. Im Rahmen der Kompetenzen gestalten wir unsere Arbeitsbereiche selbständig.

 Die Einrichtungskultur wird durch Mitsprache der Mitarbeitenden geprägt und weiterentwickelt. Wir engagieren uns für eine ständige Optimierung der Zusammenarbeit und fördern damit ein positives Arbeitsklima. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die gegenseitige Information sind geprägt durch eine wertfreie und respektvolle Kommunikation. Zum Schutz der Würde und der Privatsphäre unserer Gäste tragen wir keine Informationen nach außen. 

                                                           

1.8. Die sachliche Ausstattung und die Verpflegung

 

Für die Betreuung der Gäste stehen die geeigneten Materialien zur Betreuung, Bewegung, Beschäftigung zur Verfügung.

Wir bieten täglich eine abwechslungsreiche altersgerechte Kost, einschließlich des Angebots an individuell geeigneter Diätkost. Das Mittagessen in der Tagespflege wird täglichen einem Catering-Service geliefert. Auf Vorlieben und Abneigungen wird individuell eingegangen. Die gereichten Mahlzeiten umfassen das gemeinsame Frühstück, eine Obstrunde, das Mittagessen und ein abschließendes gemeinsames Kaffeetrinken. Kleinere Zwischenmahlzeiten können ebenfalls auf Wunsch im Laufe des Tages zubereitet werden.

Das gesamte Personal arbeitet nach Hygienestandards.

 

1.9. Das Leistungsangebot

 

Unsere Leistungen orientieren sich an den Wünschen, Fähigkeiten und Wirtschaftlichkeit der Kunden, an deren Finanzierbarkeit und der Überprüfung der Wirksamkeit bei Einhaltung der Mindestanforderungen an die Pflegequalität.

 

1.9.1. Organisation und Durchführung des Fahrdienstes

Die Fahrer bekommen einen Fahrplan, um die Route günstig zu planen. Es wird dort vorgemerkt, welchen Unterstützungsbedarf einzelne Tagesgäste haben, z.B beim Ein/Aussteigen in/aus dem Fahrzeug, Hilfsmittel wie Rollatoren werden mitgenommen. 

Die Tagespflege- Buse werden regelmäßig in eine Werkstatt zur Inspektion gebracht, um die Sicherheit für alle Beteiligte zu gewehrleisten.

 

 

1.9.2. Versorgung mit vier Mahlzeiten pro Tag;

 

Frühstück - Zwischenmahlzeit - Mittagessen - Kaffee und Kuchen.

Der Esstisch dient als Mittelpunkt sozialer Kontakte und familiärem Beisammensein. Mahlzeiten strukturieren den Tagesablauf und schaffen für die dementen Gäste Orientierung und Sicherheit. Der Gast wird nach Möglichkeit bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten miteinbezogen. Tischsitten, Gewohnheiten und Vorlieben werden berücksichtigt. Geschirr und Besteck wird je nach Bedürfnissen angepasst, auch pürierte Kost, Fingerfood, u.a. wird angeboten. Das Betreuungspersonal isst mit und hat die Verantwortung, die Bedürfnisse (Hunger und Durst) von dementen Gästen wahrzunehmen und darauf einzugehen. Wenn nötig werden die Mahlzeiten den Gästen vom Pflegepersonal angereicht

 

1.9.3. Versorgung mit Warm- und Kaltgetränken

jederzeit in unbegrenzter Menge, ggf. mit Ermittlung der Gesamteinfuhr.                      

 

1.9.4. Grundpflegerische Maßnahmen,

 

wie Körperpflege z.B. Duschen, die von den Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst nicht übernommen werden, können nach Absprache mit der

verantwortlichen Pflegefachkraft, durchgeführt werden.

 

1.9.5. Behandlungspflegerische Maßnahmen,

 

die vom Arzt verordnet sein müssen, werden von einer der beiden pflegerischen Fachkräfte ausgeführt. Zum Beispiel: Medikamentengabe, Blutzuckermessung, Insulinspritzen, sowie Verbände.

Wir bieten allen Gästen eine kurzfristige, individuelle Beratung für ihre optimale pflegerische Versorgung zu Hause und zur Abwendung von Gefahren unter Berücksichtigung des häuslichen Umfeldes.

Dazu arbeiten wir eng mit den mit in die Versorgung einbezogenen Angehörigen, ambulanten Pflegediensten und Hausärzten zusammen.

 

1.9.6. Alltags- und Freizeitgestaltung

 

Der gemeinsame Tagesablauf ist so gestaltet, dass der Wert einer interessanten Alltags- und Freizeitgestaltung im Tagesverlauf berücksichtigt und verwirklicht wird. Dem Gast

wird die Teilnahme an den Aktivitäten immer wieder angeboten und Hürden behoben damit die Teilnahme ermöglicht werden kann.

Die Gäste werden als Persönlichkeiten mit Lebenserfahrung, Eigenwillen, Vorlieben, Abneigungen und anderen Eigenheiten respektiert.

 

Unser Team bietet ein abwechslungsreiches Programm. Unter den Angeboten sind Sitzsport, Gesellschaftsspiele, Rätseln, Betreuungstablett und Spaziergänge. Aber auch kleine Hilfsarbeiten in der Küche werden angeboten.

 

Der Wochenplan mit den Inhalten der Beschäftigung hängt aktuell in der Tagespflege aus.

Er wird von den Mitarbeiter der Tagespflege entwickelt. 

Literatur und Anregung zur Beschäftigung und Gestaltung wird von den Mitarbeitern im Internet recherchiert und zusammengetragen. Es ist geplant mehrere Themenboxen zur 10 Minuten-Aktivierung zusammenzutragen.

                                                                                                                                

 

1.9.6.1. Soziales Kompetenztraining                                                                           

 

Durch die Beschäftigungsangebote im hauswirtschaftlichen Bereich können auch Gäste angesprochen werden, die bei vielen anderen Angeboten Probleme haben und lieber etwas machen möchten, was in ihrem bisherigen Leben zum Alltag gehört hat. Sie bekommen durch das Ausführen von ihnen bekannten Tätigkeiten eine Aufgabe und erhalten dadurch neue Impulse und Anregungen außerhalb ihrer Wohnung. Außerdem wird die Integration in die neue Umgebung gestärkt.

Es finden sich viele Tätigkeiten, die zu Erfolgserlebnissen führen und ein neues Selbstbewusstsein zu Tage bringen wie z.B Backen, das Zusammenlegen von Handtüchern, das Tisch eindecken.  Die Alltagskompetenz und Selbständigkeit soll erhalten und bei Bedarf gesteigert werden.

 

1.9.6.2. Feiern und Feste

 

Durch das gemeinsame Erleben von Feiern, Festen und Ausflügen werden Geist, Seele und Gefühle angeregt. Einsamkeits- und Minderwertigkeitsgefühle werden überwunden und Vertrauen und Freundschaft aufgebaut.

Ferner wird das Interesse und Verständnis an der Umgebung und das Gemeinschaftsgefühl mit anderen gefördert. Durch gemeinsame Erlebnisse wird auch die Solidarität mit anderen geweckt. Dies bewirkt wiederum Lust an der Kommunikation mit anderen und das Interesse an der Umwelt steigt.

 

1.9.6.3. Bewegung

 

In Einzel- oder Gruppensituationen werden Beschäftigungen mit Bewegung angeboten z.B. Spaziergänge, Gymnastik, Sitztanz, Geh- und Bewegungsübungen, Bewegungsspiele. Durch die Bewegung wird die Konzentration gefördert. Das gemeinschaftliche Gruppenerlebnis und die Bewegung fördern das körperliche Wohlbefinden. Die Förderung der motorischen Fähigkeiten hat auch positive Auswirkungen auf die motorische Geschicklichkeit und vermindert somit auch die Sturzgefahr.

 

1.9.6.4. Musik und Tanz

 

Durch den gezielten Einsatz von Musik werden viele Beschäftigungen zum Erfolg. Das Singen von Volksliedern oder alten Schlagern macht vielen alten Menschen Spaß, sie erinnern sich meist an die Texte und haben dadurch Erfolgserlebnisse. Durch Bewegung und Tanz zu anregender Musik werden Spannungen gelöst und Freude empfunden. Das Anhören von beruhigender Musik bewirkt Entspannung und körperliches Wohlbefinden.                     

 

 

1.9.6.5. Kreatives Gestalten

 

Durch den Einsatz von Beschäftigungsangeboten wie Malen und Basteln werden viele

verloren geglaubte Fähigkeiten der Gäste wieder entdeckt und gefördert. Die Gäste haben

Erfolgserlebnisse, dies hebt das Selbstwertgefühl. Die Förderung der motorischen Fähigkeiten hat auch positive Auswirkungen auf die allgemeine motorische Geschicklichkeit.

 

1.9.6.6. Gesellschaftsspiele

 

Im Spiel ist Gelegenheit mit anderen Menschen zusammenzukommen, sie kennen zu

lernen, mit ihnen zu lachen, mit ihnen nachzudenken und Erfahrungen auszutauschen. Es besteht die Möglichkeit, neue Lebensfreude zu gewinnen und Spaß zu haben. Mit Tast- und Greifspielen werden Geist und Sinne trainiert. Mit Wort- und Gedächtnisspielen (z.B. Scribble) trainiert man unbekümmert den Wortschatz und die Merkfähigkeit.

Mit darstellenden Spielen z.B. Pantomime wird die Phantasie angeregt, sie bringen Spaß und Lachen. Mit Erinnerungsspielen (z.B. Vertellekes) fördern wir die Kommunikation unter und miteinander.

Ältere Menschen haben einen riesigen Erinnerungs- und Erfahrungsschatz. Spiele, die Auffordern zu erzählen, Spiele, die die Erfahrung des Einzelnen, seinen Blick auf Leben und Existenz zum Mittelpunkt haben, sind besonders leicht mit alten Menschen zu spielen. Sie erinnern sich gerne, erzählen gerne, fühlen sich angenommen, wenn ihnen jemand zuhört.

 

1.9.7. Biografie Arbeit

 

Jeder Mensch definiert seine Person über das, was er erlebt und erreicht hat. Eine Demenzerkrankung nimmt den Betroffenen nach und nach ihre Erinnerungen um damit das Bewusstsein dafür, wer sie sind. Das Wissen über die Biographie der Gäste hilft dabei, Normalität zu schaffen. Normal ist das, was der einzelne Gast in seiner Geschichte als normal kennengelernt hat.

 

1.9.8. Aktivierung im Alltag

 

Aktivierung ist eine Haltung, eine Form des Seins und hat nichts mit Beschäftigung, Betriebsamkeit und spektakulären Aktionen zu tun. Damit wird deutlich, dass die Aktivierung für jeden Menschen anders sein kann, dass Bezug genommen werden muss auf die Biographie, Persönlichkeit und Bedürfnisse. Bei uns werden die Gäste immer wieder in Alltagsarbeiten miteinbezogen. Ausflüge, Einkaufen und Tanzmusik sind auch Bestandteil der Aktivierung.                   

 

1.9.9. Angehörigenarbeit,

d.h. regelmäßiger telefonischer oder persönlicher Austausch, Beratung bei

Fragen rund um das Alter oder die Pflege, Beratung und Unterstützung in Krisensituationen finden statt. Die Durchführung von Angehörigenabende, Informationsveranstaltungen und Festen werden zusammen mit der Vertrauensperson geplant. 

 

1.9.10. Information, Beratung und Vermittlung von Kontakten von ergänzenden Serviceleistungen:

z. B. Essen auf Rädern, Fußpflege, Friseur, Seelsorge, Sozialamt, Betreuungsstellen, Besuchsdienste, Selbsthilfegruppen, Bestellung eines Betreuers, ergänzenden notwendigen Therapien (z.B. Krankengymnastik, Ergotherapie, Sprach- und Schlucktherapie), sowie notwendigen Betreuungseinrichtungen mit dem entsprechenden Überleitungsbogen an den ambulanten Pflegedienst, Alten- und Pflegeheime, Hospiz, Krankenhaus, Kurzzeitpflege, usw.

Gleichzeitig erfolgt die Unterstützung beim Umgang mit Behörden (Antragstellung, Widerspruchformulierung, Formularausfüllung). Die Angehörigen werden über die Möglichkeit der Beantragung von Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten unterstützt. Eine Beratung für pflegende Angehörige wird in regelmäßigen Abständen in Einzelgesprächen durch uns angeboten.

 

1.9.11. Beantragung von Pflegehilfsmitteln

 

Die notwendigen Pflegehilfsmittel für den Gast werden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Hausarzt oder der Krankenkassen beantragt.

 

1.9.12. Unterstützung bei der Beantragung des Pflegegrades.

 

Aufgrund der Dokumentation der notwendigen Betreuung und Pflege in der Tagespflege kann die Pflegefachkraft den Medizinischen Dienst bei der Einstufung beraten.

 

2.0 Das Aufnahmeverfahren

 

In der Regel erfolgt die Aufnahme eines neuen Gastes durch ein intensives Aufnahmegespräch durch die verantwortliche Pflegefachkraft oder durch deren Vertretung. Der unverbindliche Besuch der Tagespflege, im Sinne eines „kostenlosen Probetages/Schnuppertages“ wird angeboten.                     

                                                                     

                                                                                                                                

2.1 Von der Aufnahme ausgeschlossen sind:

 

Bettlägerige Menschen, psychisch veränderte Gäste mit aggressiven Tendenzen, psychisch veränderte Gäste mit ausgeprägter Weglauftendenz, pflegebedürftige Menschen, die einer überwiegenden Einzelbetreuung bedürfen und „gruppenunfähige“ Menschen.

Im Einzelfall wird die Entscheidung, ob eine Aufnahme möglich ist, nach einem Probe Tag vom Leitungsteam besprochen und entschieden.

 

 

2.2. Zielgruppe

 

In der Einrichtung wird den pflegebedürftigen Menschen mit Familienanschluss eine nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestaltete Alternative zum Eintritt in ein Pflegeheim geboten. So ist es pflegenden Angehörigen möglich, beruhigt ihrem Beruf nachzugehen oder tageweise zum Erhalt der eigenen Gesundheit Entlastung zu finden. Alleinstehenden pflegebedürftigen Menschen soll trotz ihrer Erkrankung ein eigenständiges, selbständiges Leben erhalten bleiben. Aber auch für Senioren die keine krankheits- oder

altersbedingten Einschränkungen haben, bietet die Einrichtung mit ihrem Angebot die Möglichkeit, ihren Lebensabend in Geselligkeit zu verbringen. Durch die Solidarität in der Gruppe erfahren sie Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit.

 

2.3. Ziele der Einrichtung

 

Die Senioren können so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben - Pflege und Betreuung werden sichergestellt. Die vorhandenen Selbstversorgungsfähigkeiten sollen erhalten und verbessert werden, Fähigkeiten, die verloren gegangen sind sollen erkannt und reaktiviert werden. Die Kommunikationsfähigkeit soll erhalten und verbessert werden. Die Aufnahme von sozialen Kontakten untereinander soll gezielt gefördert und unterstützt werden. Durch Solidarität innerhalb der Betreuungsgruppe(n) kann Einsamkeit und Verunsicherung abgebaut werden.

Durch den geplanten Tagesablauf wird die Fähigkeit sich zu orientieren unterstützt. Durch die Schaffung eines Milieus, das an den individuellen Bedürfnissen der Senioren orientiert ist und auf ihre Lebensgewohnheiten Rücksicht nimmt, wird auch dementiell Erkrankten die Möglichkeit geboten, Sicherheit und Geborgenheit zu empfinden. Durch eine vertraute Umgebungsgestaltung, verlässliche Strukturen, Anwenden von Biografie- und Erinnerungsarbeit, können auch demente Gäste in unserer Einrichtung gut integriert werden. Die Einrichtung wird mit einer jahreszeitlichen Dekoration geschmückt, zum einen, um den Gästen eine zeitliche Orientierung zu geben, zum anderen um eine wohnliche und familiäre Atmosphäre zu schaffen.

Das Dekorationsthema setzt sich über das Foyer über verschiedene Thementafeln bis    hinein in die Gruppenräume fort. Alle Mitarbeiter und Gäste sind an der Planung, Gestaltung und Durchführung beteiligt.

 

Durch fachlich kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach den allgemeinen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen wird die physische Gesundheit der Gäste so lange wie möglich aufrechterhalten. Die Arbeit der Tagespflege hat den Schwerpunkt fördernde aktivierende Pflege und kann so die Selbständigkeit des Einzelnen erhalten.

Durch besondere Angebote wie Besuch von Markt und Einkaufsbummel soll die Möglichkeit eröffnet werden, dass die Senioren am sozialen, öffentlichen Leben teilhaben.

Durch den Einsatz von verschiedenen Methoden der sozialen Arbeit und personenzentrierten Betreuungsansätzen soll versucht werden, ein möglichst hohes Maß an Zufriedenheit bei den Gästen zu erreichen. Diese personenzentrierten Ansätze sehen den Klienten in seiner Einzigartigkeit, nutzen die gegenwärtigen Fähigkeiten, validieren Gefühle.

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